Arthrose - nicht nur was für Alte

Arthrose - nicht nur was für Alte
© 1996 PhotoDisc Inc. - Keith Brofsky

Die Arthrose ist eine degenerative, das heißt zerstörerisch fortschreitende Abnutzung der Gelenkknorpel. Sie ist die häufigste Gelenkerkrankung in Deutschland und mitunter auch einer der häufigsten Gründe für frühzeitige Invalidität. Einseitige Überbelastung oder eine altersbedingte Abnutzung der Knorpel tragen die Schuld an den Beschwerden.

Zumeist ist dabei das Knie betroffen. Im Spätstadium kommt es zu schweren und oft langwierigen Entzündungen, die die Gelenke anschwellen lassen und zu Bewegungseinschränkungen sowie unerträglichen Schmerzen führen. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist die Arthrose keine reine Erkrankung älterer Menschen. Betroffene sind meist die über 45-Jährigen. Seinen Anfang nimmt das Leiden jedoch bereits in jungen Jahren.

Auslöser und Auswirkungen

Als Ursachen sind meist Überbeanspruchung und jahrzehntelange Fehlbelastung zu nennen. Da zerstörte Knorpelanteile mit heutigen Mitteln noch nicht regeneriert werden können, kommt es über Jahre und Jahrzehnte hinweg ebenso zu Verformungen an den das Gelenk bildenden Knochen. Das Gelenk wird unbeweglich, schwillt durch schwere Entzündungen an und verursacht kaum noch zu ertragende Schmerzen. Viele Patienten nehmen dann aufgrund der Beschwerden eine Schonhaltung ein. Dies führt häufig zu einer Verspannung der Muskulatur und damit zu weiteren Schmerzen. Ein Teufelskreis beginnt, der nur mit einer individuellen Schmerztherapie durchbrochen werden kann.

Behandlung und Heilungschancen

Eine individuelle Schmerztherapie bei Arthrose, ergänzt durch einfaches und gezieltes Bewegungstraining sind die sinnvollsten Maßnahmen. Das wichtigste Behandlungsziel ist dabei, die Beweglichkeit und das allgemeine Wohlbefinden wieder herzustellen.

Wenn die Schmerzen so stark sind, dass sanfte Therapien wie Physiotherapie oder Akupunktur, wird auf gezielte Injektionen direkt an den Ort des Geschehens gesetzt. Zum Einsatz kommen dabei Schmerzmittel und Entzündungshemmer, die entweder an die gereizte Nervenwurzel oder die kleinen Wirbelgelenke des Rückens (Facetten-Gelenke) gespritzt werden.

Wenn den Gelenken die nötige Gleitflüssigkeit fehlt, können einige Praxen, wie das Spezialistenteam unter Leitung des Wirbelsäulen-Spezialisten und Schmerztherapeuten Dr. med. Martin Marianowicz, darüber hinaus die fehlende Gleitflüssigkeit durch eingespritzte Hyaluronsäure ersetzen. Dies ist nahezu schmerzfrei und besonders gut verträglich. Eine weitere Spezialität von Marianowicz ist die so genannte Anti-Interleukin-1-Therapie, eine Methode aus der Molekularbiologie. Dabei werden körpereigene Eiweißstoffe in Wirbelgelenke oder an die entzündete Nervenwurzel gespritzt - ideal gegen Arthrose, bei Ischiasschmerzen oder bei gereizten Nerven nach einem Bandscheibenvorfall.

So ermöglicht wird es Patienten mit Hilfe einer wirksamen Schmerzbehandlung ermöglicht, im Alltag mobil zu bleiben, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und Lebensfreude zurückzugewinnen.